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Die Bilder der Saison 2010 sind ENDLICH online!!!
Zu finden unter der Bildergalerie...

Am 07.05.2011 kam dan auch der ungeduldig erwartete Nachwuchs zur Welt:

Kira Iris Emilia
Mit 50cm und 3260g noch ein sehr kleines Rennhörnchen...

Die ersten Monate gehören der jungen Dame... aber die Rennziege steht schon fertig gesattelt in der Garage und wartet auf ihren nächsten Einsatz. Die Planung steht auch schon, gebuchter Termin Anfang September in Oschersleben. Vorher wird noch ein Termin Groß Dölln festgelegt, um die Rennstreckentauglichkeit des Neu-Hörnchens zu testen!



Coming up:


Slovakiaring, 02.-05.06.2011 
Groß Dölln, geplant 08/2011
Oschersleben, 08.-09.09.2011
Groß Dölln, 02.-03.10.2011

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Nachtrag Januar 2011:

Was soll ich über Cartagena schreiben... ich war ja schließlich nicht dabei, wird so manch einer - zu Recht - bemerken. Als Teammitglied mit Nachwuchs im Bauch verzichtete ich also dieses Jahr auf das Wintertraining - in Rückblick auf das letzte Jahr Spanien mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Um es vorweg zu nehmen: Das Wetter war eindeutig besser in 2011. Aber es wurde auch bedeutend mehr Schrott produziert.
Die drei Männer (Jörg, Godber und Thorben) machten sich also ohne weibliche Begleitung/Aufpasser auf den Weg nach Spananien - so weit lief alles glatt, Reise und Ankunft weitgehend ereignislos und sicher.
Jörg ließ es dieses Mal ganz langsam und ruhig  angehen, Quax war schließlich gerade erst wiederhergestellt und im neuen Kleidchen unterwegs, das noch schnell in der Woche vorher fertig lackiert und angebracht worden war. Thorben purzelte gleich am ersten Tag hin, passiert ist nichts Großes, zum Glück, nur Schrammen an Motorrad und Ego. Bis Mittwoch hielt sich alles gut, die Zeiten wurden besser und besser - hier muss ich vor allem unseren Oldster hervorheben, der mit seiner neuen Maschine eine Hammerrundenzeit nach der anderen hinbrannte und für die alten Herren die Messlatte ganz schön hoch anlegte!
Mittwoch klingelte dann mittags schon bei mir das Handy - mit einem ganz blöden Bauchgefühl ging ich ran... mein Schatz steht am Medical Center, ist schwer gestürzt und hat sich eine ordentliche Wadenverletzung mit mächtiger Quetschung und Prellung zugezogen, die Maschine ist schrott. Nach dem ersten Schrecken kurzer telefonischer medizinischer CheckUp und Anweisung, worauf er in den nächsten Stunden achten muss. Aber Gott sei Dank, überwiegend Blech und Plastik im Eimer, keine schwerwiegenden Verletzungen beim Fahrer.
Was war passiert?
In der blinden Links bergauf hatte Jörg einen langsameren Fahrer überholt und bog dann vor ihm in die schnelle Rechts ein. Nach allem, was wir rekonstruieren konnten, muss der langsamere Fahrer einen wesentlich späteren Bremspunkt (oder gar keinen) gehabt haben und hat ihn auf der Innenlinie am rechten Ellbogen "touchiert" - oder besser ausgedrückt: kräftig angerempelt. Was leider dazu führte, dass Quax durch den unfreiwilligen Lenkimpuls einen wilden Bocksprung machte und sich von seinem Reiter trennte, um anschließend die Landung im spanischen Kies zu proben. Na super - gerade wieder heil und nun wieder hinüber... Er trägt seinen Namen zu Recht, wie ich leider anmerken muss!
An Fahren war fortan nicht mehr zu denken... also macht mein Schatz die Boxenmama für alle.
Am letzten Tag wirft dann auch Godber die Blade noch weg - ein überholender Fahrer schert dicht vor ihm wieder ein und die reflexartig gezogene Bremse im Eingang der Rechts nach Start-Ziel führt zu einem klassischen Vorderradrutscher und - plumps! Aua, aua, Schulterprellung und  ein dick angeschlagenes Ego, dazu den Platz im Langstreckenrennen verloren... AUTSCH auf ganzer Linie. Thorben übernimmt den Transponder und versucht zu retten, was zu retten ist - und bleibt mit Getriebeschaden liegen.
Fazit: Ich kriege einen Transporter voll mit Schrott und Invaliden nach Hause, gedrückte bis gereizte Stimmung gibt's umsonst dazu. Letzten Endes sind es zum Glück nur Prellungen, Quetschungen und reichlich blaue Flecke, dazu der diverse Sachschaden an den Sportmaschinen - aber was soll's. Bis zum nächsten Training sind es ja noch ein paar Monate, bis dahin haben wir genug Zeit zum Basteln.
Am ärgerlichsten an der ganzen Sache: Der Fahrer, der Jörg angerempelt hat, hat sich bis heute nicht gemeldet... _________________________________________________________________________________________
Nachtrag September 2010:

Brünn... Immer wieder eine Reise wert, wenn auch teuer. Jetzt also schon das zweite Mal in dieser Saison - allerdings mit einem kleinen, aber wichtigen Programmpunkt mehr: Was wir im August nur ahnten, bestätigte sich in der Zwischenzeit - ich bin schwanger! Ein Strampelhörnchen fährt also gut verpackt mit... niemals hätten wir gedacht, dass es mit unserem Wunschkind so schnell klappt. Aber deshalb jetzt das letzte Rennen sausen lassen?
Nach einer Menge Überlegungen, Hin und Her und vielen Gewissensfragen komme ich zu folgendem Kompromiss: Gefahren wird nur das Training und das für die Punkte wichtige Speed.to-Rennen am Sonntag. Langstrecke und Rookie dürfen die anderen diesmal unter sich ausmachen. Ach ja, und bei Regen ist für mich auch der Ofen aus, da die Sturzgefahr im Nassen einfach immens höher ist.
Was hilft besser, diesen Vorsatz zu verwirklichen, als die Regenklamotten gar nicht mitzunehmen? Nichts.
Also bleiben Regenreifen, Regenkombi, Regenhelm und alles andere, was man so für Schlechtwetter braucht, kurzerhand zu Hause. Führt auch dazu, dass der Transporter nicht gaaanz so voll bepackt ist. Schade nur, dass für das Wochenende Regen angesagt ist!
Aber dieses Mal steht der Wettergott auf unserer Seite - wir haben Glück. Es ist am Freitag noch bedeckt, klart aber zunehmend auf, und für das letzte Rennwochenende in diesem Jahr gibt es noch einmal richtig gutes Wetter, trocken und sonnig.
Die Trainings laufen gut, ich merke allerdings, dass die "letzte Rille" dieses Mal unangetastet bleibt - mein Unterbewusstsein steuert Vorsicht bei. Muss ja schließlich auf einen mehr aufpassen... na, das kann ja im Rennen lustig werden.
Statt dessen arbeite ich an meiner Linie, verfeinere, was ich zwei Wochen zuvor bei Jesco gelernt habe - und stelle überrascht fest, dass ich plötzlich wieder vier Sekunden schneller bin! Wow!
Jörg macht sich auf der 600er gut, schwingt sich langsam damit ein. Das Langstreckenrennen bestreitet er mit Kumpels am Samstag alleine.
In der 600er-Klasse kann ich mich nur knapp plazieren - die 750er sind plötzlich bei uns mit dabei und nehmen uns 17 Plätze im Rennfeld weg. Aber immerhin, es dürfen fast alle starten. Ich bin zusammen mit Chris und unserem schnellsten Mann die einzige aus dem Speed.to-Cup, die sich offiziell qualifiziert: Der Rest darf aus den hinteren Reihen "hinterher" starten.
Meine Befürchtung, ich könnte im Rennen nicht genug Biss haben, verfliegt in der ersten Kurve: Rein ins Getümmel, meine Linie knallhart durchbeißen, an mehreren außen vorbeischieben und auf der guten Linie viiiel früher ans Gas als alle anderen - das macht Plätze gut. Kommt mir fast so vor, als wollte das Strampelhörnchen keine Weichei-Mama! Scheint mich richtig anzufeuern, das Würmchen in meinem Bauch.
Als Spätbremser kann ich vor der Links-Rechts-Kombination noch mal ein paar Leute hinter mir lassen. Langsam löst sich das Gewühl auf, ich klemme mich an eine schnelle Gruppe und lasse mich ein paar Runden einfach nur mitziehen. Ich will kein Risiko eingehen, auf die vorderen zehn Plätze komme ich hier eh nicht.
Eine 750er vor mir geht mir gewaltig auf den Senkel. Kurvenschnecke, nur beim Beschleunigen und auf der Geraden geht der Bock natürlich besser als meine Kleine. Ein paar Mal spielen wir das Überholen-und-Zurück-überholt-werden-Spiel... dann gelingt es mir, ihn in der schnellen Passage hinter mir zu halten... damit bin ich ihn los.
Der Rest des Rennens läuft wunderbar rund, ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und fange in der letzten Runde an, das Ende des Felds zu überrunden... genial...
Als ich die Ziellinie quere, schießen mir die Tränen in die Augen. Ich lege mich auf den Tank, danke meiner Rennziege für eine wunderbare Saison und ein geiles letztes Rennen, bevor es in die selbstauferlegte Babypause geht.
Was für ein tolles Gefühl - ungefähr so, als hätte ich das Rennen gewonnen... für mich jedenfalls. Schneller als gedacht, besser als gedacht -

was war das für eine geile Saison!!!

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01.09.2010

Was für ein Urlaub...
Begonnen hat das Ganze mit dem Speed.to-Cup-Termin Nummer 5 am Pannoniaring. Am Abend vor der Anreise haben wir doch tatsächlich im Schnellschuss-Verfahren das dritte Motorrad für unseren Rennstall hinzugekauft - eine RJ11, sprich: Cira bekommt eine jüngere Schwester. Die Neue wird in Leipzig abgeholt, kritisch beäugt und für gut befunden. Nur 7000km auf der Uhr, davon 5000km gedrosselt als Straßenfahrzeug und lediglich 2000km auf der Rennstrecke. Nun gut. Die Neue wird eingepackt und dann geht es nach Ungarn.
Die Strecke ist wider Erwarten überraschend rutschig - das vorangegangene Renntraining für Autos kostet uns wertvollen Grip und der Asphalt ist bis zum Ende des Wochenendes deutlich weniger griffig als gewohnt. Da fehlen dann auch mal ein paar Sekunden.
Jörg und seine neue Mopete schaffen leider nur fünf Runden, bis es ihn - vermutlich mit einem Highsider, so genau wissen wir es nicht - in der schnellen Doppel-Links ins Kiesbett wirft. Die R6 hat neben etlichen Schrammen, Beulen und Kratzern einen Riss im Tank. Damit ist für Jörg das Wochenende gelaufen und er macht das Boxenluder für uns.
Das Rookie-Rennen läuft erstaunlich gut für mich, ich kann mich auf meinem Platz behaupten und mich sogar ein wenig nach vorne arbeiten. Der profilierte Slick gibt bei 35°C jedoch langsam auf - für den nächsten Tag und die Langstrecke kommt der normale Bridgestone auf die Felge. Der hält leider auch nicht, was er verspricht, und so fahre ich die kürzeste Langstrecke meiner bisherigen Laufbahn mit einem "nur" knapp vierzig Minuten langen Turn. Sonst läuft alles gut.
Am Sonntag ist es etwas kühler, der Reifen baut wesentlich höhere Griplevel auf und darf bleiben. Das SSP-Rennen ist knackevoll besetzt und mit meiner Trantüten-Zeit vom Samstag schaffe ich es so grade noch ins Starterfeld, zusammen mit TomBTH und unserem ewigen ersten im Cup, Daniel Schmuck. Mein schärfster Konkurrent startet in der Reihe hinter mir.
Bis zur Mitte des Rennens sieht es schlecht aus, ich komme einfach nicht richtig in den Rhythmus und das Feld droht abzuhauen, inclusive meiner Rivalen - bis ich dann doch irgendwann den Race-Schalter finde und Boden gutmachen kann. Auf der Bremse hole ich eine ganze Vierergruppe, um dann in der letzten Linkskurve - diese blöde-blöde-blöde Hauskurve *GRUMMEL*... wann ich die wohl mal richtig zu fahren lerne... - den Tom doch noch vorbeizulassen. Für einen Konter reicht die Zeit nicht mehr, und so wird es nur ein fünfter Platz. Akzeptabel, aber für mich nicht zufriedenstellend.

Der Kurzurlaub in Wien schafft nicht nur für uns Erholung, sondern dank Gucci von Pit Shop Racing (noch mal ein ganz, ganz dickes DANKE) auch die Reha für die gestürzte R6: Drei Tage später steht sie rennfertig da, und die Reste der ehemaligen Drosselung sind auch gleich ausgebaut.

Wir machen uns auf den Weg nach Brno - dort dürfen wir erst einmal stundenlang warten, bis wir ins Fahrerlager kommen. Aber dem geballten Charme von schließlich sechs Rennteams können die Wachleute schließlich nicht mehr standhalten und haben ein Erbarmen mit uns.
In der Nacht fängt es an zu regnen... und hört nicht mehr auf. Der Freitag ist nass, nass, nass... es reicht für vier Turns auf Regenreifen, auch Jörg dreht ein paar Runden auf Cira, da Quax - wie wir den Bruchpiloten kurzerhand getauft haben - noch auf Slicks steht.
Samstag wird es etwas trockener, aber ich stelle rasch fest, dass dieses Wochenende nicht meins sein wird. Irgendwie will ich mit der Strecke nicht so recht warm werden, und trotz zwei Turns mit Jesco Günter, dessen Tipps mir viel über meine Fahrfehler offenbaren, komme ich an die Zeiten von letztem Jahr nicht annähernd heran. Dafür kann Jörg sich an seine neue, stumpf grau grundierte R6 gewöhnen - auch etwas, und neuer Schrott wird nicht produziert.

Die Heimreise ist bis zur Grenze nach Deutschland - abgesehen von einem besch*** Navi - schön, ab Regensburg stürmt und gießt es in Strömen. Gegen halb drei sind wird zu Hause - schön, wenn man um acht Uhr wieder auf der Arbeit stehen muss...

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17.08.2010

Unser Rennteam hat Zuwachs bekommen!
Als dritter Fahrer im Team gesellt sich Godber dazu - nachdem er hunderttausende an Straßenkilometern gesammelt hat, gelingt es uns bereits im Januar 2010, ihn in Spanien mit dem Rennstreckenvirus zu infizieren. Ein zweiter Renntermin auf dem Lausitzring macht die Sache perfekt.
Godber ist mit seinen 58 Jahren der "Oldster" in unserem Team, ebenso wie seine alte FZ - was ihn nicht daran hindert, auf dem Läusering den Jungspunden zu zeigen, dass insbesondere auf nassem Asphalt jahrelange Fahrpraxis mehr zählt als Hightech-Equipment!
Wir freuen uns über den neuen Vertreter der Hörnchen in der "Gentleman"-Wertung!

Eine ärgerliche Sache passiert allerdings auch: Moby Dick, unser Renntransporter wird aufgebrochen. Nicht in Ungarn, nicht in Tschechien, nicht in der Slowakei, sondern hier, fast direkt vor unserer Haustür. Die Diebe steigen ein und klauen - als einziges - unser kaputtes Navigationsgerät! Sogar das Ladekabel lassen sie drin... selten dämlich, aber für uns ärgerlich, weil nicht nur die Scheibe, sondern auch der ruinierte Lack an der Tür ersetzt werden muss.
Dafür bekommt Moby aber auch seine neuen Sponsor-Aufkleber...
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12.07.2010

Google Maps kennt den Slovakiaring immer noch nicht (darf es ihn dann überhaupt geben???) - aber unser Navigon bringt uns dank Koordinaten sicher ans Ziel. Das Hotel ist inzwischen als Rohbau erkennbar und auch die zusätzlichen Parkflächen sind planiert.
Wir stehen auf dem gleichen Platz wie vorher, Thorben und sein Bruder Patrick treffen einige Stunden nach uns ein - dieses Mal ist es nicht nass, sondern heiß, heiß, heiß... tagsüber erreicht der Track eine Temperatur von fast 65°C! Für meine Kleine eindeutig zu heiß, sie hat mit den Auswirkungen der Hitze vermutlich am meisten zu kämpfen. Dennoch gelingt mir bereits am ersten Tag eine Verbesserung der letzten Zeit, das Rennen läuft gut und auch Jörg kann sich im Feld behaupten.
Das Langstreckenrennen am Samstag klappt dieses Mal sehr gut, wir fahren sogar in die Punktewertung als 13. Team in der LS Open - und das trotz zweier Limited Maschinen in unserem Team! Mein erster Le Mans Start geht auch... obwohl der ach-so-kurze Weg über die Streckenbreite ganz schön lang werden kann... und bei 35°C im Schatten tropft es von der Stirn unter dem Helm...
Den krönenden Abschluss bieten die Rennen am Sonntag - Sprintrennen, ich starte von Platz 26. Einen richtig guten Start lege ich hin, kann viele Plätze gut machen und lasse mich das erste Mal auch nicht mehr abschütteln in den darauffolgenden Kurven. Es gelingt mir, lange am Feld zu bleiben, noch ein paar Plätze aufzuholen und zum Schluss auf Platz 14 ins Ziel zu kommen - *freu*... und das mit einer für mich traumhaften Zeit von 2:24:8...
Jörgs Ziel war, die 2:30-Marke zu knacken, und auch das hat geklappt. Er konnte im Sprintrennen alle seine erarbeiteten Trainingseinheiten umsetzen und schafft eine gute 2:27.

Wir sind sogar im Fernsehen und in der österreichischen Berichterstattung - aber warum nur nennen sie mich Alexandra Feichter???
 
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06.07.2010

Erste Eindrücke und Erfahrungen vom  neuen Slovakiaring:
Mitten im Nirgendwo, zwischen brach liegenden Feldern und Baustellen, führt die neu geteerte Straße (die bis zur Einfahrt, aber auch NUR bis zur Einfahrt und keinen Meter weiter neu geteert ist) zu einer der modernsten Rennstrecken in Europa - frisch erbaut, liegt der Slovakiaring etwa 50km südlich von Bratislava in einem ehemaligen Moorgebiet.
Da die Landschaft ringsum sehr flach ist, haben die Erbauer kurzerhand drei künstliche Hügel aufgeschüttet und diese reiz- und anspruchsvoll mit in die Streckenführung integriert. Das Fahrerlager ist mit allem ausgestattet, die sanitären Anlagen sind sauber und geräumig, nur die Boxen etwas klein - aber wer wie wir ein Racetent hat, erfreut sich eh mehr an dem weitläufigen und durchgehend sauberem Fahrerlager.
Nur auf Regen ist man hier nicht eingestellt - wir hatten einen der sehr, sehr seltenen Tage, an denen mächtig Wasser vom Himmel kam... was dazu führte, dass wir mitten im Fahrerlager unseren eigenen kleinen See hatten, der immerhin knietief war und für ein Schlauchboot ausgereicht hätte - aber wer nimmt schon ein Schlauchboot mit zum Motorradrennen?
Die Strecke stand dann leider auch unter Wasser, teils 20cm hoch, und so blieb uns nach zwei kurzen Schnupper-Turns nichts anderes übrig, als den "Strandurlaub" zu genießen. Ein wenig Woodstock-Feeling war's, das kann man nicht verleugnen.
Der Samstag war schon etwas besser, und nachdem die ersten zwei Turns nur mit Regenreifen zu bestreiten waren, trocknete die Strecke pünktlich zu den vom Vortag aufgeschobenen Rennen ab. Wir starten also mit Slicks ohne feste Bremspunkte ins Rennen, aber es klappt ganz gut, für beide.
Das Langstreckenrennen fängt etwas durchwachsen an, mit einem leider etwas schwachen Start, da KiBo meinte, etwas mucken zu müssen... dann stimmte die Kommunikation zwischen Box und Fahrer nicht und der erste Wechsel ging in die Hose... und dann meinte meine Kleine auch noch, sie habe nicht genug Öl, nach einer Runde auf der Strecke. Na ja. Alles noch einmal gut gegangen und dann hat es auch mit den Zeiten geklappt! Wir fahren einen anständigen Platz im Mittelfeld ein.
Der Sonntag ist trotz angesagtem Gewitter und Unwetter ein strahlender Sonnentag und ich kann beim Rennen richtig punkten. 14. in der Gesamtwertung und 2. in meiner Klasse!
Jörg hat nach verpatztem Start ein stabiles Rennen - nur seine Kupplung macht ihm wieder zu schaffen. KiBo verarbeitet die Reibbeläge gründlich zu Mus, aber es reicht, um ins Ziel zu kommen - auch wenn Jörg in der letzten Runde bergauf schieben muss...
Nach dem Einpacken geht es also bald nach Hause und in die "Kur"... denn der nächste Termin ist gar nicht mehr lange hin!

Fazit: Die neue Strecke ist phantastisch zu fahren - astreiner Grip, tolles Layout und anspruchsvolle Kurven... stramm schnell zu fahrende Strecken wechseln mit einem verspielten Infield, so dass alle auf ihre Kosten kommen und für jeden Fahrer etwas dabei ist.
Das Fahrerlager ist sehr schön geworden, ebenso wie die sanitären Anlagen. Die Tankstelle vor Ort ist etwas teurer und nur mit Karte zu benutzen (Tankkarte bei der Rennleitung), aber etwa 4km entfernt befinden sich in Dunajska Streda einige Tankstellen und auch Einkaufsmöglichkeiten.

Der Slovakiaring ist durchaus dazu geeignet, Brno Konkurrenz zu machen!
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29.05.2010

Back from the racetrack... der Lausitzring hat uns für vier Tage seine Gäste nennen dürfen, auch wenn er mit Wettereskapaden nicht gegeizt hat.
Aber von vorne...

Eigentlich wäre ja im Mai der zweite Cup-Termin dran gewesen, aber ich bekomme keinen Urlaub - offensichtlich unabkömmlich auf meiner Arbeitsstelle ;-)
Die Punkte muss ich also sausen lassen, und Jörg entscheidet sich solidarisch, dann auch zu Hause zu bleiben - und die ganze Strecke bis nach Ungarn alleine zu fahren, ist natürlich auch kein Spaß... also haben wir nach einem Ersatztermin gesucht und ihn gefunden. Der Lausitzring hatte es uns beiden in der letzten Saison angetan, und nachdem wir feststellten, dass FR-Performance dort über Pfingsten gastiert - nix wie hin!
Vier Tage buchen ist nicht wesentlich teurer als drei, also gehört der Freitag auch zu meinem Programm, selbst wenn ich da noch arbeiten muss. Daraus wird kurzerhand ein Geburtstagsgeschenk für meinen kleinen Bruder. Der kann schon drei Tage vorher nicht mehr ruhig schlafen vor lauter Aufregung.
Am Mittwoch Abend packen Jörg und ich gemeinsam den Transporter, und während ich Donnerstag zur Arbeit fahre, macht er sich schon mal auf den Weg nach Brandenburg. Komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass meine Kleine vor mir auf der Rennstrecke ist!
Am Freitag Nachmittag - das Training ist im vollen Gange - erreicht mich mitten in der Arbeit ein völlig genervter Anruf... Jörgs Kupplung ist abgeraucht und nun wird gebastelt, gebastelt, gebastelt... eine neue Kupplung ist schnell aufgetrieben und der Einbau klappt auch schon beim zweiten Mal und mit Hilfe des Honda Werksteams - KiBo ist wieder einsatzbereit.
Freitag abend bin ich dank Lufthansa rasch im Osten der Republik. Das Wetter ist gemischt, aktuell sonnig, aber über Nacht regnet es, und am nächsten Morgen gibt es für unser kleines Team - Jörg und ich, dazu ist Thorben wieder mit dabei, dann mein Bruder und mein Paps, der sich kurzentschlossen miteingebucht hat - daher eine kleine Zwangspause, bevor wir im zweiten Turn auf trockener Straße starten können.
Ich "darf" in der langsamsten Gruppe starten, trotz vorsichtig angemeldetem Protest, dass ich im letzten Jahr schon eine 2:04 gefahren hätte... Pech.
Ich rolle auf die Strecke und lasse es gemütlich angehen. Der Asphalt ist noch nicht hundertprozentig warm, das erste Mal seit vier Wochen bin ich wieder mit Cira unterwegs - aber was ist das? Da parken jede Menge Leute auf der Straße... jedenfalls kommt es mir so vor... ich rausche mit massivem Geschwindigkeitsüberschuss auf diverse Gruppen auf, überhole rechts, links, rechts, bemühe mich, Platz zu lassen, um die Anfänger nicht zu erschrecken - hupsa, da sind auch noch Instruktoren darunter mit neonorangefarbenen Westen, die sich umdrehen und dadurch plötzlich ihre Linie verlassen... arrrrgh...
Ich fahre den 20min Turn komplett aus und überhole in der Zeit teilweise Leute drei- und viermal... zum Schluss steht eine 2:04 in meiner Einrollrunde (!) auf dem Schirm und ich darf in die Gruppe B wechseln.
Der nächste Tag ist vom Wetter her überwiegend schön, ich schaffe eine 2:02 in der Quali und eine 2:01 im freien Training. Da ist noch was drin!
Thorben startet im 30-Minuten-Rennen - nach den ersten zwei Runden bin ich froh, nicht genannt zu haben. Aufgrund von Massenstürzen wird abgebrochen und neu gestartet, hier wird auf den letzten Plätzen gekämpft, als ginge es um WM-Punkte... aber leider nicht auf demselben Niveau... am Ende des Rennens gibt es eine Menge Blech-, Plastik-, Leder- und Körperschäden. Thorben ist glücklicherweise ohne Blessuren durchgekommen, hat sich aber auch brav aus allem rausgehalten.
Im 600er Rennen darf ich von Platz 19 starten. Den Start vergeige ich und muss mich ziemlich weit hinten einsortieren - egal, jetzt geht es um die Wurst! Ich ziehe ziemlich am Kabel, kann einige überholen und lande schließlich wieder auf dem 19. Platz - für meinen Geschmack war das Rennen eindeutig zu kurz!

ABER: Da steht eine 1:58 als Rundenzeit - noch vor kurzem undenkbar für mich... ich bin total glücklich und bedanke mich den ganzen Nachmittag bei meinem Motorrad...

Jörg hat sogar noch einen schlechteren Start als ich - mit der neuen Kupplung übt er vorwiegend Wheelies, und bis sein Vorderrad mal wieder Bodenkontakt hat, ist das Feld längst weg. Er startet eine Aufholjagd und schafft es in neun Runden immerhin zwölf Plätze nach vorne!

Montag ist ... bäääääähhh... Regen, Platzregen, Nieselregen, mehr Platzregen, Sturm...
Wir packen das klatschnasse Zeug gegen Mittag ein und machen uns auf den Heimweg - es schifft, als würde uns jemand eimerweise Wasser auf die Windschutzscheibe gießen, auf der A13 liegen umgestürzte Bäume... aber wir schaffen es wohlbehalten bis nach Haus, wo die Sonne scheint und Aachen uns ganz ungewöhnlich mit bestem Wetter empfängt...

Fazit:
Der Lausitzring ist und bleibt meine Lieblingsstrecke. Es war ein saugeiles Wochenende und für mich ein voller Erfolg, sechs Sekunden schneller als beim letzten Mal - und ich weiß, wo ich immer noch zu zaghaft bin und Sekunden liegenlasse... das gibt Hoffnung fürs nächste Mal!




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27.04.2010

Wir sind vom Pannoniaring zurück - dieses Mal ohne Schrauben, Beulen, aber dafür mit jeder Menge Erfahrungen und guten Zeiten.
Der Freitag war zunächst etwas durchwachsen, die Dunlops auf Jörgs Maschine mussten erst mit dem Fahrwerk abgestimmt werden, der Winterfrost musste aus den Knochen und auch das Wetter war noch ein bisschen frisch. Dennoch - für die Qualifikation im Young Men (oder respektive Young Woman in meinem Fall) reichte es. Zwar nur für die hinteren Reihen, aber immerhin, wir haben es das erste Mal in das begehrte Youngster-Race geschafft!

Der Samstag zeigt sich uns von schönster Seite - Sonne satt und warm... und es war für Jörg der "Probier-Tag"... er und die neuen Dunlops mussten erst mal warm miteinander werden. Willi vom RaSi-Racing zerstört leider seine Gixxer in der schnellen Links - Kurve 3 - , womit unser dritter Mann in der Langstrecke ausfällt. War nicht schlimm, ein neues Team wurde gebildet und dann in die Langstrecke gestartet. Es lief alles bestens, Cira und ich schlagen uns wacker über fast eine Stunde auf der Strecke - nur leider stürzt kurz vor Schluss unser schnellster Mann... letzten Endes nur Platz 38. Schade, aber zum Glück nicht mehr passiert als Blech- und Plastikschaden.

Sonntag dann nach kurzem Warm-Up das Rennen in der 600er Klasse - ich starte von Platz 25 und schaffe es nach gutem Start, mich auf dem 23. Platz durchzukämpfen - trotz harter Konkurrenz und Drängelei von hinten! In der speed.to-Wertung ist das ein Treppchenplatz - 3. Rang und die ersten Punkte!
Jörg startet im Rookie-Rennen bei den 750ern. Er hat einen super Start, kann fünf Plätze gut machen und behauptet sich dort relativ ungefährdet über die Renndistanz von acht Runden. Auch er kann Punkte sammeln für den speed.to-Cup.


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30.01.2010....
Der erste Jahrestermin ist inzwischen vorbei - Fazit:
Zuviel Schrauberei, auch in Spanien kann es regnen, aber insgesamt sind wir doch zufrieden. Wir haben unsere Zeiten verbessern können, einiges über Reifen und Fahrwerksabstimmung gelernt und haben vor allem das Regenfahren trainiert...
Im Rennen haben wir uns gut geschlagen: 5. und 8. Platz in der Einzelwertung, unsere Langstreckenteams (mit unseren Freunden von RaSi-Racing) ergatterten den 5. und 6. Platz in der Blue Toro Endurance - womit wir wohl die Box mit den meisten Silberbechern waren! 

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Man sieht sich... und denkt dran:

"Immer fleißig Vollgas!"